Presse
Gießener Allgemeine am 24.02.2011
»Hallo Welt« wird Regelangebot
845 Eltern-Begleitbücher übergeben - Jetzt werden Familien zu Hause besucht
Die Bilanz der Pilotphase von »Hallo Welt - Familien begleiten« fällt rundum positiv aus, hieß es bei der Abschlussveranstaltung im Rathaus von Vertretern aller beteiligten Einrichtungen. Besonderer Dank galt den 17 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen, von denen viele dem Vorhaben auch künftig treu bleiben wollen. (Foto: Schepp)
Die Helferinnen haben in den letzten 13 Monaten 845 »Eltern-Begleitbücher« an Mütter übergeben, die kurz zuvor ein Kind im St.-Josefs-Krankenhaus zur Welt gebracht hatten. »Sie wollten nicht nur Überbringer sein, sondern im Projekt mehr bewegen. Sie sind zu Entwicklungshelfern geworden «, sagte Dr. Frank Wagner zu den Ehrenamtlichen.
Von dem Kinderarzt stammt die Idee zu dem Vorhaben »HalloWelt – Familien begleiten«. Ziel ist es, junge Eltern frühzeitig zu unterstützen und über Hilfsmöglichkeiten vor Ort zu informieren, um Überforderung und Misshandlungen von vornherein zu verhindern.
Die formalen Rahmenbedingungen der Partnerstiftung unter dem Dach der Bürgerstiftung Mittelhessen erläuterte Klaus Arnold vom Vorstand. »Total beeindruckt« sei er von Wagners Idee und dem Einsatz vieler Unterstützer. Erstaunlich schnell sei das Projekt
umgesetzt worden und habe zu Recht »ganz, ganz großen Anklang gefunden«. »Wir alle können stolz sein auf dieses Baby. Es hat sich zu einem properen Kleinkind entwickelt«, unterstrich Kreisbeigeordneter Dirk Oßwald, bevor er zusammen mit Bürgermeisterin
Gerda Weigel-Greilich Zertifikate und Geschenke an die Ehrenamtlichen übergab.
Viele von ihnen werden demnächst als »Botschafterinnen« daran mitarbeiten, dass »Hallo Welt« zum Regelangebot wird. Sie werden die Familien zu Hause besuchen. Denn viele Eltern waren kurz nach der Geburt noch nicht bereit zu einem Gespräch. Mit Dank verabschiedet wurden daher auch Vertreter des St.-Josefs-Krankenhauses.
