26 Jahre Rückblick – die Highlights
1977
Im März führten engagierte Frauen eine Passantenbefragung an einem Infostand im Seltersweg durch: "Wohin mit dem Kind - bei Krankenhausaufenthalt, Berufstätigkeit und plötzlicher Verhinderung der Eltern?" Erste Anfragen für Vermittlungen von Kinderbetreuungen kommen auf die Initiatorinnen zu.
1978
Am 14. Februar 1978 wird der Verein unter dem Namen "Notmütter- und Austauschdienst Lahn/ Gießen" in das Vereinsregister eingetragen. Drei Spielkreise gründen sich. Die Mütter und Kinder treffen sich in den Kellerräumen des Kindergartens der AWO im Spener Weg. Das Haushaltsvolumen beträgt 622 DM.
1979
Im Februar 1979 wird das Kinder-Sorgentelefon gegründet. Ausbildung und Supervision werden von einer Psychologin übernommen. Regelmäßige Bürozeiten können durch eine ABM-Stelle eingerichtet werden. 70 Anfragen nach Betreuungen werden bearbeitet, 180 Familien suchen Kontakt zu anderen Familien.
1980
Das Sorgentelefon für Kinder und Jugendliche bietet, vermutlich einzigartig im gesamten Bundesgebiet, die "Nahezu-rund-um-die-Uhr-Beratung" an. Mit der "Scherbenboutique - zum Wegwerfen zu schade" werden mit monatlichen Verkaufsständen im Seltersweg die Finanzen des Vereins aufgebessert. Eine Familienhelferin kann eingestellt werden.
1981
Umzug in die Steinstraße 70 in Gießen. Beginn der Babyschwimmkurse. Die ersten Kleiderbasare finden statt und die Pflegeeltern-Gesprächskreise beginnen ihre Arbeit. Im November wird der Name des Vereins in "Eltern helfen Eltern e.V." geändert. Wir arbeiten bundesweit als erste regionale Kontaktstelle des Bundesverbandes "Neue Erziehung". Beginn der Zusammenarbeit mit dem Verband Alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV).
1982
Erste Festeinstellung einer Dipl. Pädagogin und einer Honorarkraft für das Kinder- und Jugendtelefon ist möglich.
1983
Das erste Steinstraßenfest anlässlich unseres 5-jährigen Jubiläums findet statt. In diesen ersten 5 Jahren wurden 650 Betreuungen vermittelt.
1984
Der erste Müttergesprächskreis entsteht. Regelmäßige Treffen für Mütter mit ihren Kindern - das erste Mutter-Kind-Café in Gießen wird eröffnet.
1986
Das Haushaltsvolumen erreicht den Höchststand von 234.377 DM. Das Land Hessen kündigt Kürzungen an.
1987
Nach einigen Veranstaltungen zum Thema "Die neuen Väter" entsteht die erste Vätergruppe.
1989
Namensänderung von Sorgentelefon in Kinder- und Jugendtelefon (KJT) - "Die Nummer gegen Kummer". Der Förderantrag an die Glücksspirale wird genehmigt und der Spielkreisraum kann komplett renoviert werden.
1990
Die bundesweit verbindlichen Telefonbesetzungszeiten im KJT werden eingerichtet. Wir werden Mitglied in der Bundesarbeitsgemeinschaft der Kinder- und Jugendtelefone und erhalten knapp 400 Anrufe pro Jahr.
1991
Das KJT bietet zusätzliche Beratungszeiten an. Die Anrufe steigen auf 500 jährlich.
1992
Der Verein kämpft aus finanziellen Gründen ums Überleben. Die Stadt Gießen und der Landkreis springen teilweise ein. Das KJT wird bundeseinheitlich auf eine zeittakt befreite Sondernummer umgestellt, die Beratungszeiten können auf 15 bis 19 Uhr erweitert werden.
1994
Beginn der Alleinerziehendenberatung.
1996
Neben den Kinderbekleidungsbasaren im Frühjahr und im Herbst wird in diesem Jahr zum ersten Mal ein Spielzeugbasar durchgeführt. Kündigung der letzten fest angestellten Mitarbeiterin aus finanziellen Gründen. Der Verein steht kurz vor der Insolvenz.
1997
Das Kinder- und Jugendtelefon erhält eine bundesweit einheitliche kostenlose Nummer: die 0800 / 111 0 333. Die Vermittlung von Kinderbetreuungen erfährt unter dem Namen "Elternservice" eine Neuorganisation und eine neue Qualität. Im neu gegründeten Mini-Kindergarten werden zweimal wöchentlich fünf Kinder für drei Stunden betreut. Das erste Programmheft für Kurse und Vorträge entsteht. Durch viel Engagement aller ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen kann der Verein weiterarbeiten und das Haushaltsvolumen beträgt DM 62.019 DM.
1998
Offene Deutschkurse (mit Kinderbetreuung!) für Migrantinnen werden angeboten. Im ersten Wochenendseminar für die aktiven Mitarbeiterinnen werden vergangene Projekte ausgewertet und neue Ziel definiert.
1999
2 weitere Büroräume können angemietet und somit die niederschwellige Anlaufstelle "Eltern helfen Eltern" wesentlich verbessert werden.
2000
In Zusammenarbeit mit der Giessener Allgemeinen erscheint der erste Kinderflohmarktkalender in einer Auflage von 34.000 Stück. Gemeinsames Projekt mit dem Verband binationaler Familien und Partnerschaften (iaf e.V.) zum Thema "Mehrsprachige Kindererziehung".
2001
In diesem Jahr erreichen das Kinder- und Jugendtelefon 11.700 Anrufe.
2002
Mit den Landesmitteln der "Offensive Kinderbetreuung in Hessen" können wir nach 6 Jahren ehrenamtlicher Arbeit wieder zwei hauptamtliche Mitarbeiterinnen für halbe Tage bezahlen. Der Landkreis Gießen überträgt die Vermittlung von Tagespflegepersonen an drei freie Träger, einer davon sind wir: Beginn des Netzwerk Tagespflege.
Unter 540 Bewerbern gehören wir zu den 100 Gewinnern des Stipendiums von McKinsey. Dieses Projekt "start social" fördert den Wissenstransfer aus der Wirtschaft in die sozialen Bereiche.
2003
Als ältestes Mütterzentrum in Hessen feiert Eltern helfen Eltern e.V. sein 25. jähriges Jubliäum mit der Aufführung des Musikkabaretts "Die Mütter - der alltägliche Wahnsinn zwischen Windeleimer und Kochtopf". Der Initiatorin des Vereins und langjährigen Vorsitzenden Ingeborg Lich-Gömmer wird für ihr ehrenamtliches Engagement u.a. für den Verein die bronzene Ehrenmedallie der Stadt Gießen verliehen. Im Juli feiern wir das 25jährige Bestehen zusätzlich mit einem großen Fest mit Kinderzirkus auf dem Kirchplatz in Gießen.
2004
Das Kinder- und Jugendtelefon feiert sein 25jähriges Bestehen.